Vita





Schon früh war es Sarah Wissner ein Anliegen Darstellende und Bildnerische Kunst kombinieren zu können. Dabei halfen ihr vor allem ihre Zeit in den Jugendclubs des Theaters Erlangen und des Staatstheaters Nürnberg. Dort entdeckte sie durch Arbeiten in den Bereichen Objekttheater mit Sonja Hilpert oder Maskenspiel mit Susanne Karl, bereits ihre große Leidenschaft für das Figurenspiel. Auch ihre Ausbildung an der Lothar-von-Faber Schule in Nürnberg, die sie mit ihrer Hochschulreife im Fachbereich Gestaltung abschloss und in der sie große kunsttheoretische und praktische Expertisen sammeln konnte, half ihr dabei, sie auf ihren Weg vorzubereiten.

Von 2013 bis September 2017 studierte sie Figurenspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo sie unter anderem Unterricht bei Michael Mordo, Sylvia Wanke, Florian Feisel, Stephanie Rinke und Julika Mayer hatte.

Im Rahmen ihres Studiums und auch darüber hinaus hatte sie bereits mehrfach die Gelegenheit an professionellen Produktionen – sowohl an festen Theatern als auch in der freien Szene – mitzuwirken. Hierzu gehören unter anderem die Inszenierungen „Georg ist daneben“ am Wilhelma Theater in Stuttgart, „Beyond The Screens“ für das Lindenmuseum in Stuttgart oder dem Marionettenstück „The Unlimited String Octet Orchestra“ unter der Leitung von Frank Soehnle. Auch am Staatstheater Stuttgart und dem Landestheater Esslingen war sie bereits tätig. Besonders hervorzuheben sind ihre eigenen freien Produktionen, wie „Wenn…Dann…“, welches für das Landesmuseum Baden-Württemberg entstand oder die Tanz-Masken-Performance „MINOTAURUS“ in Erlangen.

Die Spielzeit 2018/19 verbrachte sie als Mitglied des Figurentheater-Ensembles der Theater Chemnitz. Dort vollendete sie gemeinsam mit Lutz Großmann ihre Handpuppeninszenierungen „The Dark Trullala – Alptraum einer Puppenspielerin“, welche sie bereits während ihres Studiums entwickelte und welches bereits in seiner ersten Fassung für viel Aufsehen sorgte und ihr unter anderem Nominierungen für den Grünschnabel und den Fritz-Wörtelmann-Preis einhandelten.

Ab der Spielzeit 2019/20 wird Sarah Wissner, neben ihren eigenen Projekten, für das Rheinische Landestheater in Neuss, im Bereich Figurenspiel und Schauspiel arbeiten.

Sarah Wissners Arbeit reicht von abstrakter Performance über Maske und Schattenspiel bis hin zur klassischen Marionette.

(Geschrieben von Jonas Arndt)